FLORENA – Werbung (1957)

„Mit Schaumschlägerei … beginnt der Tag für den Rasierer.“
Werbeanzeige für Florena-Rasierkrem und -Rasierwasser aus dem Jahr 1957.

Die Anzeige ist in einer für diese Zeit typischen Art gestaltet. Strohpuppe auf einer Rasterfläche stehend, Headline in Schreibschrift und gezeichnete Darstellung der Produkte.
Florena ist eine traditionsreiche deutsche Kosmetik-Marke, deren Ursprung im sächsischen Waldheim liegt.

FLORENA #01Der aus Mühlberg stammende Apotheker und Unternehmer Adolf Heinrich August Bergmann (1799–1858) gründete bereits 1852 verschiedeneFirmen im Waldheim, Döbeln, Hartha und Roßwein. 1852 gründete er dann die „Waldheimer Parfümerie- und Toilettenseifenfabrik“.
Die Marke Florena wurde erstmals im April 1920 für ein Talkumpuder biem Reichspatentamt München registriert.
Ende 1945 wird nach dem Ende des II. Weltkrieges die Produktion für die Sowjetunion wieder aufgenommen. Nach dem Volksentscheid vom 30. Juni 1946 werden die Bergmanns entschädigungslos enteignet.
Von 1947 bis 1949 untersteht das Unternehmen der Deutschen Wirtschaftskommission (DWK).  Von 1946 bis 1970 war das Unternehmen ein Volkseigene Betrieb mit dem Namen VEB Rosodont Werk Waldheim. In den 1950er-Jahren gab es bereits eine Palette verschiedener Kosmetik-Produkte unter dem Namen Florena, darunter ab 1952 Florena Badeseife und Florena Nussöl.

1970 erfolgte die Umbenennung des Werks in VEB „Florena Waldheim“ und der Zusammenschluss und die Unterstellung zum „VEB Chemisches Kombinat Miltitz“ in Leipzig.
Dadurch konnten auch die zum Zusammenschluss gehörenden Betriebe VEB „Berlin Kosmetik“ Berlin, VEB „Gerana Kosmetik“ Gera, VEB „Episan“ Zeulenroda, VEB „Zitza“ Zeitz, VEB „Patina“ Halle und der VEB „Decenta“ Döbeln die Dachmarke Florena für Produkte verwenden.

Im Juni 1990 wurde aus dem VEB Florena Waldheim/Döbeln die „Florena Cosmetic GmbH“. Seit 2002 ist Florena eine 100%ige Tochtergesellschaft der Beiersdorf AG, der auch die Konkurrenzmarke Nivea gehört.

Quelle:
Anzeige: Aus „Neues Leben“, Ausg. 06/1957
Text – Wikipedia